DSGVO und KI — was Mittelstand wissen muss
KI-Nutzung ist DSGVO-konform möglich. Worauf zu achten ist, welche Verträge Pflicht sind und wo die typischen Stolperfallen liegen.
Datenschutz und KI ist kein Widerspruch — wenn man die richtigen Stellschrauben kennt. Die wichtigsten Punkte für KMU.
Auftragsverarbeitungsvertrag
Sobald personenbezogene Daten an einen KI-Anbieter übertragen werden, brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Anthropic stellt diesen für Business-Konten bereit, ChatGPT und andere haben eigene Vorlagen.
US-Datenübermittlung
Anthropic-Server stehen in den USA. Seit dem EU-US Data Privacy Framework gibt es eine Rechtsgrundlage, aber zusätzliche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll: Zero-Data-Retention, klare interne Richtlinien, Datenminimierung.
Mitarbeiter-Awareness
Die größte Lücke ist meist nicht technisch, sondern menschlich. Wenn Mitarbeitende ungeschult mit KI arbeiten, landen schnell sensible Daten in Tools, die dafür nicht freigegeben sind. Klare Richtlinien plus Schulung sind die wichtigste Maßnahme.
Praxis-Tipp
Bevor Sie KI im Betrieb breit ausrollen: Datenschutz-Check, klare Nutzungsrichtlinie, kurze Mitarbeiterschulung. Das spart später deutlich mehr Aufwand als ein nachträglicher Reparatur-Modus.